Energie-Effizienz-Challenge

Gemeinsam für weniger Energieverbrauch an der RWTH


Die nachhaltigere Aufstellung der Hochschule ist eng mit dem Thema Energieverbrauch verbunden. Die Notwendigkeit zur Einsparung ergibt sich sowohl aus selbstgesteckten Zielen als auch aus gesetzlichen Anforderungen. Letztlich gilt es, Einsparpotenziale durch eine Synergie von Nutzendenverhalten und Gebäudetechnik zu erschließen. Dieses Ziel verfolgt die Energie-Effizienz-Challenge (E2C).
Kurz gesagt, schafft E2C für die Nutzer*innen von Gebäuden der Hochschule über ein Prämierungssystem zusätzliche Anreize für das Energiesparen. Dabei fließen 100% der eingesparten Mittel im ersten Jahr an die teilnehmende Einrichtung zurück. Die Mittel stehen dann zur Verwendung für infrastrukturelle Ausgaben oder zur Unterstützung weiterer Energieeinsparmaßnahmen zur Verfügung.  

Blick auf das Manfred-Weck-Haus des WZL
Blick auf das Manfred-Weck-Haus des WZL
Martin Braun

Die teilnehmenden Einrichtungen durchlaufen im Zuge der Challenge verschiedene Zwischenschritte. Am Anfang steht eine Begehung des entsprechenden Gebäudes und die Vorbereitung des zweiten Schrittes, die Installation von eventuell notwendigen weiteren Messgeräten, sofern noch nicht vorhanden. Sind alle technischen Voraussetzungen vorhanden, folgt ein Workshop mit den Nutzenden des Gebäudes. Dabei wird ein gemeinsames Einsparziel festgelegt – das Einsparziel der RWTH von bis zu 20% Energie bis 2030 immer im Hinterkopf. Es erfolgt ein Austausch von Ideen und die Erarbeitung einer Maßnahmenliste für die Nutzenden und die Hochschulverwaltung gleichermaßen. Beispiele für nutzerseitige Maßnahmen sind das Licht ausschalten, Geräte aussortieren und Betriebszeiten anpassen. Die Hochschulverwaltung kann mit Maßnahmen zur Temperaturabsenkung und der Lüftungsregelung oder dem Austausch von Komponenten zum Erfolg der Challenge beitragen.

Am Ende der jeweiligen Challenge steht ein Mini-Audit. Die Verbesserungen werden festgehalten, Einsparungen werden erfasst und anschließend bewertet. Die Informationen werden in einem RWTH-Gebäudesteckbrief gebündelt.

E2C ist im Jahr 2025 in einer Pilotphase mit fünf Gebäudekomplexen gestartet. Mit dabei sind das Manfred-Weck-Haus des WZL, das Hörsaalgebäude PPS in der Professor-Pirlet-Straße, das Verwaltungsgebäude der technischen Dienste in der Süsterfeldstraße, der Forschungsbau NGP² (Teil A+B) sowie die Bibliothek im Bereich Mitte. Nach einer abschließenden Evaluation der Pilotphase werden wir hoffentlich in den Regelbetrieb einsteigen können und sukzessive mit allen Nutzenden ins Gespräch und in den stetigen Effizienzsteigerungspfad einsteigen.