Von der Idee zum Impact
Transfer, Translation und Entrepreneurship an der RWTH
Die RWTH Aachen entwickelt ihre „dritte Säule“ neben Forschung und Lehre zu einem zentralen Pfeiler: Transfer. Mit Translation, einem starken Entrepreneurship-Ökosystem und neuen Formaten wie dem Tech Impact Festival zeigt sich, wie aus Wissen Wirkung wird. Für Alumni bietet sich hier die Chance, Teil eines dynamischen Innovationsökosystems zu bleiben.
Die dritte Säule der Universität
An der RWTH Aachen wird die sogenannte „dritte Säule“ – der Transfer – neben Forschung und Lehre zunehmend zur treibenden Kraft. Gemeint ist damit weit mehr als die reine Verwertung von Forschungsergebnissen. Transfer basiert auf der Überzeugung, dass erfolgreiche Innovation Forschung voraussetzt, die zu einem Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft führt. Im Kern geht es um den kontinuierlichen Austausch von Ideen, Wissen, Technologien und Personen – innerhalb der RWTH, mit verbundenen Organisationen, Industriepartnern, Gründungsteams und gesellschaftlichen Gruppen.
Translation als besondere Form des Transfers
Eine besondere Form des Transfers ist die Translation. Sie beschreibt die orchestrierte Interaktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf niedrigeren Technology Readiness Levels [Technologie-Reifegrad]. Ziel ist es, auf Erkenntnissen basierend Wirkung gemeinsam zu entfalten, um Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Damit entsteht ein klarer Anspruch: Forschung, Lehre und Transfer sollen nicht nebeneinanderstehen, sondern in einer Seamless Integration ineinandergreifen. Erst wenn die drei Säulen verbunden sind, entsteht nachhaltig Wirkung.
Wie dieser Anspruch in die Praxis übersetzt wird, zeigt ein Blick auf das Entrepreneurship-Ökosystem in Aachen, in dem die RWTH Innovation eine zentrale Schnittstelle bildet: Transfer geschieht hier nicht nur durch langfristige Innovationspartnerschaften mit der etablierten Wirtschaft, sondern auch durch gezielte Unterstützung von Ausgründungen.
Von der Idee zur Gründung: Initiierungsphase
In der Initiierungsphase stehen die Programme von RWTH Innovation im Mittelpunkt. Das Ideation Program hilft Studierenden und Forschenden, erste Geschäftsideen zu entwickeln. Im Incubation Program werden Teams durch Workshops, Coaching, Mentoring und Netzwerke systematisch auf den Markteintritt vorbereitet. Ergänzt wird dieses Angebot durch den Collective Incubator, der im Juli 2025 neu eröffnet wurde. Mit Co-Working und Büros bis hin zu Maker Spaces auf über 4.000 Quadratmetern Fläche sowie mehr als 4.500 registrierten Mitgliedern ist er heute einer der größten universitären Inkubatoren Europas.
Vom Start-up zum Scale-up: Skalierungsphase
Auf die Initiierungsphase folgt die Skalierungsphase. Genau hier setzt die neue Gateway Factory an: Sie ist eine von deutschlandweit zehn ausgezeichneten Start-up Factories und wird von der RWTH Aachen gemeinsam mit der Universität zu Köln und der Heinrich Heine Universität Düsseldorf unterstützt.
Ihr Fokus liegt auf Deep-Tech-Start-ups, die nach der Gründung in die Wachstumsphase eintreten. Mit (Produktions-)Infrastruktur, Finanzierung, Industrienetzwerken und Expertise begleitet die Gateway Factory den Schritt vom Start-up zum Scale-up und schließt damit die bislang bestehende Lücke im Gründungsökosystem.
So entsteht ein durchgängiger „Start-up Funnel“: von der ersten Idee über die frühe Gründung bis hin zur systematischen Skalierung. In Verbindung mit der strategischen Zusammenarbeit mit der Industrie und den Translationsaktivitäten zeigt sich, wie die RWTH ihre dritte Säule mit Leben füllt – und wie aus Forschung Wirkung wird.
Alumni welcome: Tech Impact Festival 2026
Einen sichtbaren Rahmen für all diese Aktivitäten bildet das neue Tech Impact Festival, das am 25. und 26. März 2026 im C.A.R.L. in Aachen Premiere feiert. Mit rund 1.500 erwarteten Teilnehmenden kommen hier Unternehmen, Forschende, Start-ups und Politik zusammen, um Netzwerke zu knüpfen und neue Kollaborationen anzustoßen.
Tech steht dabei für die ganze Bandbreite an Technologien der RWTH – von Next Generation Computing über Digital Industry bis hin zu Biotech und Life Sciences. Impact verweist auf die vielfältigen Wege des Transfers, von Industriekooperationen bis hin zu Start-ups. Und Festival betont die besondere Atmosphäre: interaktiv, kollaborativ und mit Live-Musik, die Austausch und Begegnungen erleichtert.
Für Alumni bietet sich hier die Gelegenheit, die RWTH Aachen erneut zu besuchen, die aktuelle Bandbreite im Transfer kennenzulernen und die Zukunft von Innovation und Kollaboration in Aachen zu erleben. Mehr Infos zum Tech Impact Festival finden Sie hier: www.techimpactfestival.de
– Autor: Michael Riesener