Wege zu mehr Gesundheit
Neues Seminar im Rahmen des Projekts Leonardo an der RWTH Aachen
Wie lässt sich Gesundheit im Studium und später im Arbeitsleben erhalten? Welche Belastungen wirken auf Studierende ein und wie kann man ihnen begegnen? Genau diesen Fragen widmet sich die interdisziplinäre Lehrveranstaltung „Wege zu mehr Gesundheit – Verhältnisse gestalten und Verhalten stärken!“, ein Angebot des Projekts Leonardo der RWTH Aachen, das gemeinsam vom Universitären Gesundheitsmanagement sowie Professorin Dr. Jessica Lang und Dr. Roman Pauli vom Lehr- und Forschungsgebiet Betriebliche Gesundheitspsychologie an der Medizinischen Fakultät konzipiert wurde und geleitet wird.
Das Projekt Leonardo wurde 2008 auf Initiative des Senats gegründet, um Studierenden aller Fachrichtungen Lehrveranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten und globalen Herausforderungen zu bieten. Es lebt drei zentrale Prinzipien: interdisziplinäre Zusammenarbeit, kritische Reflexion und aktive Mitgestaltung durch alle Studierenden.
Das neue Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und kombiniert wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Übungen. Ziel ist es, Gesundheit ganzheitlich zu betrachten: Die Teilnehmenden reflektieren ihr eigenes Gesundheitsverhalten, analysieren Belastungsfaktoren im (Studien-)Alltag und entwickeln Ideen, wie gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen an der Hochschule aktiv gestaltet werden können.
Der Blick auf reale Herausforderungen
Die Themen reichen von grundlegenden Konzepten wie Gesundheit, Belastung und Beanspruchung über psychophysiologische Grundlagen der Stressreaktion bis hin zu praxisnahen Bewegungseinheiten und der Analyse von externen Belastungsfaktoren. Hinzu kommen Strategien zur Stärkung persönlicher Bewältigungsressourcen.
Besondere Relevanz erhält das Seminar durch einen Blick auf reale Herausforderungen: In Workshops analysieren die Studierenden typische Belastungssituationen ihres (Studien-) Alltags und entwickeln darauf basierend konkrete Maßnahmen – sowohl auf der Ebene der Verhältnisprävention (z. B. optimierte Studienorganisation, lernförderliche Räume) als auch der Verhaltensprävention (z. B. Bewegungsroutinen, Stressbewältigung). Zum Abschluss präsentieren die Studierenden ihre Ergebnisse in einer semesterbegleitenden Hausarbeit und einem Poster-Pitch.
So entstehen praxisorientierte Handlungsempfehlungen, die nicht nur dem eigenen Studiengang, sondern auch der gesamten Hochschulgemeinschaft zugutekommen
– ein Beitrag zu mehr Gesundheit an der RWTH, der über das Studium hinaus Wirkung entfalten kann.
– Autorin: Nicole Triller