Foto: Peter Winandy

Angemerkt – Die Rektor-Kolumne

Liebe Alumnae und Alumni,

Die RWTH Aachen ist starke Partnerin, wenn es um erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit geht. Transfer ist mehr als nur die Vermarktung von Technologien – er ist eine Kultur der Zusammenarbeit. Wir verbinden bahnbrechende Forschung mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und sorgen dafür, dass neues Wissen zu konkreten Lösungen führt. Unsere Exzellenzstrategie stärkt diese Wege und macht die RWTH zu einem Katalysator für nachhaltige Innovationen in Deutschland und darüber hinaus.

Bereits in der Lehre wird unternehmerisches Denken gefördert, sodass Studierende frühzeitig Entrepreneurship als Karriereweg kennenlernen. Hierfür haben wir den Collective Incubator mit und für unsere Studierenden aufgebaut. Einen zentralen Ort für Kreativität, Austausch und praktische Erfahrung in einem tollen Gebäude von 4.000 Quadratmetern.

Bekanntermaßen zählt die RWTH Aachen zu den führenden Gründungshochschulen in Deutschland. Über die EXIST-Programme des Bundeswirtschaftsministeriums und seit 2019 als Exzellenz Start-up Center des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat die RWTH eine professionelle und breit aufgestellte Gründungsunterstützung etabliert, die vielfältige Angebote für Gründungsinteressierte bereithält.

Mit dem erstmalig organisierten Tech Impact Festival hat die RWTH ihre Stärken im Transfer an zwei Tagen eindrucksvoll dokumentieren können. „Bridging the Innovation Gap“ lautete der an der RWTH formulierte Anspruch zum ersten Tech Impact Festival, das mit 1.500 Anmeldungen ausgebucht war – und wir haben uns sehr gefreut viele unserer Alumnae und Alumni, die mittlerweile in der Industrie an verantwortlichen Stellen agieren, wiederzusehen. Im Mittelpunkt des Festivals stand nicht die pure Präsentation aktueller Forschungsergebnisse, sondern vor allem die Frage, wie Wissenschaft und Industrie in der entscheidenden Übergangsphase von Wissen aus der Universität in die Wirtschaft enger zusammenarbeiten können. In zehn Themenstreams sprachen rund 300 Speaker über zentrale Zukunftsfelder. Erste Projekte sind bereits losgetreten worden, wir bleiben dran und werden Ihnen davon berichten.

Und damit begrüße ich Sie ganz herzlich mittendrin in den Themen und Geschichten, die unsere RWTH im Jahr 2026 bewegen. Und wir freuen uns, Ihnen Menschen vorzustellen, die aus genau diesem gerade beschriebenen RWTH-Innovations-Ökosystem kommen, die heute zeigen, was es bewirken kann, dass wir unternehmerisches Denken gezielt fördern – und das weit über die Tech-Welt hinaus. Lernen Sie die RWTH-Alumna Nele Stadtbäumer kennen. Sie ist Psychologin und hat ihr eigenes Unternehmen gegründet: grievy heißt dies und bietet eine vollkommen neue Form der Trauerbegleitung. Und David Spencer, Pflanzenbiologe, der sich der Wissenschaftskommunikation verschrieben hat und erfolgreiche Bücher veröffentlicht hat.

Einen ganz anderen Weg ging Dr. Marie Jaroni. Und was für einen! Sie studierte Metallurgie und Werkstofftechnik an der RWTH Aachen, wo sie auch ihre Promotion zum Themenschwerpunkt Rohstoffversorgung in Europa abschloss. Seit November 2025 ist sie Chief Executive Officer der thyssenkrupp Steel Europe AG. Im Interview erzählt sie uns von diesem Werdegang.

Und nun: Viel Freude mit dieser Ausgabe unserer Keep in Touch. Wir freuen uns immer über Feedback und Anregungen.

Mit freundlichen Grüßen aus Aachen

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. mult. Ulrich Rüdiger

Rektor