„NCLOSE“ gewinnt Gold beim iGEM-Wettbewerb
proRWTH – Lernen. Forschen. Fördern.
Ob innovative Projektideen oder internationale Wettbewerbe: Der Förderverein proRWTH unterstützt dort, wo Studierende an der RWTH Aachen über sich hinauswachsen. Gefördert werden dabei nicht nur die engagierten studentischen Vereine, sondern auch übergeordnete Strukturen wie TechAachen e. V. und der Collective Incubator e. V., die Raum für genau diese Innovationen schaffen. So entstehen aus studentischer Initiative immer wieder Projekte, die weit über die Universität hinaus Aufmerksamkeit erregen – wie das erfolgreiche iGEM-Team der RWTH Aachen eindrucksvoll zeigt.
Der iGEM-Wettbewerb („International Genetically Engineered Machine Competition“) ist weltweit der bedeutendste Studierendenwettbewerb im Bereich der synthetischen Biologie. Über 400 Teams aus aller Welt entwickeln jedes Jahr innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Medizin, Industrie und Landwirtschaft, mit dem Ziel, beim Grand Jamboree in Paris ausgezeichnet zu werden. Seit 2014 sind die Aachener iGEM-Teams dabei und werden von proRWTH bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt.
Das RWTH-iGEM-Team 2025 wurde mit seinem Projekt „NCLOSE“ beim Finale in Paris mit einer der begehrten Goldmedaillen ausgezeichnet. Goldmedaillen erhalten Teams, die herausragende Leistungen im Biological Engineering sowie in ihrer gewählten Spezialisierung erbringen. Zusätzlich erhielt das Team Nominierungen in gleich drei Kategorien: Best Agricultural Project (Undergrad & Overgrad), Best Human Practices (Overgrad) und Best Wiki (Overgrad).
Nitratbelastung in Böden und Grundwasser
Die 15 RWTH-Studierenden der Biologie und Biotechnologie widmeten sich mit dem Projekt „NCLOSE“ einem global relevanten Thema: der Nitratbelastung von Böden und Grundwasser. Eine zentrale Ursache dieser Belastung in Europa ist die Überdüngung in der Landwirtschaft, insbesondere durch Gülle. Das Team entwickelte einen biotechnologischen Ansatz, bei dem in Gülle lebende Bakterien eingesetzt werden sollen, um das Biopolymer Polyglutaminsäure (PGA) zu produzieren. Dieses Polymer kann Ammonium in der Gülle binden und dadurch dessen Verlust durch Umwandlung in Nitrat sowie anschließende Auswaschung oder Verflüchtigung reduzieren. Nach der Ausbringung wird das gebundene Ammonium schrittweise wieder freigesetzt und durch natürliche biologische Prozesse im Boden verfügbar gemacht. So entsteht ein dreistufiger Retentionsmechanismus, der zur Stabilisierung von Stickstoff im Boden beiträgt.
Nur durch die großzügige Förderung von proRWTH war es möglich, dass das Team am Wettbewerb 2025 teilnehmen und geschlossen beim Finale in Paris anwesend sein konnte.
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Informationen zum Förderverein und zum Mitmachen unter:
www.proRWTH.de
– Autor*innen: iGEM Aachen 2025 und Jeannette Schwerdt